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Übersetzt von Torsten Stök

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Poker TDA, übersetzt in deutsch:

2024 Regeln - Oktober 2024

Allgemeine Konzepte

1 : Entscheidung des Floors
2 : Pflichten der Spieler
3 : Offizielle Terminologie und Gesten
4 : Identität der Spieler
5 : Elektronische Geräte und Kommunikation
6 : Offizielle Sprachen

Platzvergabe, Auflösen & Balancieren

7 : Zufällige korrekte Platzvergabe
8 : Ersatzspieler, späte Registrierungen und Re-Entries
9 : Spezielle Bedürfnisse
10 : Neue Spieler und Spieler aufgelöster Tische
11 : Tischausgleich (table balance) und das Spiel unterbrechen

Pots / Showdown

12 : Erklärungen. Karten sprechen beim Showdown
13 : Aufdecken der Karten und töten der Gewinnerhand
14 : Live-Karten beim Showdown
15 : Unregelmäßigkeiten beim Showdown und Karten wegwerfen
16 : Aufdecken der Karten beim All-In
17 : Showdowns ohne All-Ins und Showdown Reihenfolge
18 : Verlangen eine Hand zu sehen
19 : Das Board beim Showdown spielen
20 : Zuteilung ungerader Chips
21 : Side Pots
22 : Umstrittene Hände und Pötte

Allgemeine Abläufe

23 : Neue Hand und Neue Limits
24 : Chip Race, Geplante Color Ups
25 : Karten und Chips sichtbar, zählbar und leicht zu handhaben. Beliebige Color Ups
26 : Wechsel des Kartenspiels
27 : Re-Buys
28 : Rabbit Hunting
29 : Time rufen

Spieler anwesend / berechtigt für eine Hand

30 : Am Platz und Live-Hände
31 : Am Tisch mit noch bevorstehenden Aktionen

Button / Blinds

32 : Toter Button
33 : Vor Blinds ausweichen
34 : Buttonplatzierung und -bewegung

Dealing Regeln

35 : Misdeals und ungültige Decks
36 : Wesentliche Handlungen (WH)
37 : Button mit zu wenig Karten
38 : Burn-Karten nach wesentlichen Handlungen
39 : Regelwidrige Flops und vorzeitig ausgeteilte Karten

Spiel: Bets und Raises

40 : Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips
41 : Methoden zu Callen
42 : Methoden zu Raisen
43 : Raise Beträge
44 : Setzen eines höherwertigen Chips (Overchips)
45 : Setzen mehrere Chips
46 : Chips älterer Einsätze, die noch nicht eingezogen wurden
47 : Wiedereröffnung der Setzrunde
48 : Anzahl der erlaubten Raises
49 : Akzeptierte Aktionen
50 : Der Reihe nach handeln
51 : Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe
52 : Fehlerhafte Bets, zu niedrige Bets oder Raises
53 : Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT))
54 : Potgröße und Pot-Limit-Einsätze
55 : Unzulässige Setz-Ansagen
56 : String Bets und Raises
57 : Nicht standardisiertes und unklares Setzverhalten
58 : Nicht standardisierte Folds
59 : Bedingte und vorzeitige Aussagen
60 : Zählung des Chip-Stacks eines Gegners
61 : Höhere Einsätze in Erwartung von Wechselchips
62 : All-In mit Chips die später gefunden werden

Spiel: Sonstiges

63 : Chips während des Transports nicht sichtbar
64 : Verlorene und wiedergefundene Chips
65 : Versehentlich getötete / ungültige / aufgedeckte Hände
66 : Tote Hände und wergwerfen bei Stud-Varianten

Etikette und Strafen

67 : Keine Offenlegung. Eine Hand pro Spieler
68 : Aufdecken von Karten und richtiges wegwerfen
69 : Ethisches Spiel
70 : Verstöße gegen die Etikette
71 : Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation

2024 Empfohlene Vorgehensweisen

RP1 : All-In Buttons
RP2 : Von Heranholen der Einsätze wird abgeraten
RP3 : Persönliches Eigentum
RP4 : Kartenstapel durcheinander
RP5 : Vorzeitig ausgeteilte Karten
RP6 : Effizientes Versetzen von Spielern
RP7 : Timing des Dealer-Wechsels
RP8 : Hand-für-Hand-Verfahren (H4H)
RP9 : Anzahl der Spieler am Final Table
RP10 : Verfahren für das Austeilen von Stud-Turnieren
RP11 : Ante-Formate und keine Ante-Reduzierung
RP12 : Dealer sollten Einsätze und Erhöhungen ansagen
RP13 : Dealer sollten Chips in Split-Pot-Spielen stapeln
RP14 : Zufälligkeit kann in besonderen Situationen angewendet werden
RP15 : Richtige Kommunikation des Turnierpersonals
RP16 : Abwesende Spieler an einem aufgelösten Tisch
RP17 : Setzmethoden bei Draw-Turnieren
RP18 : Reihenfolge bei Mixed-Games
RP19 : Spielverzögerung reduzieren
RP20 : Karten zum Mischen bereit
RP21 : Ausbreiten des Pots
RP22 : Einsätze von nicht-konfessionellen Gegenständen (Bounty-Chips, Time-Chips usw.)
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2024 Regeln - Oktober 2024

Die Poker TDA ist ein freiwilliger Verband der Pokerindustrie, der 2001 gegründet wurde. Die Aufgabe der TDA ist es, die weltweite Einheitlichkeit der Pokerturnierregeln zu erhöhen. Die TDARegeln ergänzen die konventionellen Hausregeln. Im Falle eines Konfliktes mit einer Glücksspielbehörde gelten die Regeln der Behörde.

Allgemeine Konzepte

1 : Entscheidung des Floors

Das Wohl des Spiels und der "Fairness stehen" bei der Entscheidungsfindung an erster Stelle und hat oberste Priorität. Ungewöhnliche Umstände schreiben gelegentlich vor, dass vernünftige Entscheidungen im Interesse der Fairness Vorrang vor technischen Regeln haben.
  • Entscheidungen des Floors sind endgültig.

2 : Pflichten der Spieler

Die Spieler sollen
  • Ihre Registrierungsdaten und Platzzuteilungen überprüfen,
  • Überprüfen, ob sie die richtige Anzahl von Karten erhalten haben, bevor wesentliche Handlung (WH) eintritt,
  • Ihre Hände schützen,
  • Ihre Absichten klar machen,
  • Dem Spiel folgen,
  • In der richtigen Terminologie und Gesten handeln,
  • Ihr Recht zu handeln verteidigen,
  • Karten sichtbar halten und die Chips ordnungsgemäß stapeln,
  • Am Tisch bleiben, solange ihre Hand im Spiel ist,
  • Alle Karten richtig aufdecken, wenn sie beim Showdown konkurrieren,
  • Sich äußern, wenn sie einen Fehler bemerken,
  • Einem angemessenen Spieltempo nachgehen,
  • Time/Clock verlangen, wenn dies gerechtfertigt ist,
  • Unverzüglich Tische wechseln,
  • Die Regel „ein-Spieler-pro-Hand“ befolgen,
  • Die Regeln kennen und befolgen,
  • Die Etikette einhalten,
  • Das Personal informieren, wenn sie diskriminierendes und/oder beleidigendes Verhalten beobachten oder erleben,
  • Und im Allgemeinen zu einem ordnungsgemäßen Turnierverlauf beitragen, bei dem sich alle Spieler willkommen fühlen.

3 : Offizielle Terminologie und Gesten

Offizielle Begriffe sind einfache, unverwechselbare, altehrwürdige Erklärungen wie: Bet, Raise, Call, Fold, check, all-in und Pot (nur bei Pot-Limit Varianten). Regionale Ausdrücke können auch diese Voraussetzungen erfüllen. Außerdem müssen Spieler vorsichtig mit ihren Gesten sein, wenn sie an der Reihe sind; auf den Tisch klopfen ist ein check. Es liegt in der Verantwortung des Spielers seine Absichten deutlich zu machen: beim Benutzen unüblicher Begriffe oder Gesten liegt das Risiko beim Spieler und kann zu anderen Entscheidungen führen, als er beabsichtigte. Siehe auch Regel 2Pflichten der Spieler & 42Methoden zu Raisen.
Siehe auch
Regel 2: Pflichten der Spieler
Regel 42: Methoden zu Raisen

4 : Identität der SpielerModified 2024

Spieler müssen jederzeit deutlich zu erkennen sein. Das Turnierpersonal kann einen Spieler auffordern, Gegenstände (Sonnenbrille, Kapuze oder andere Gesichtsbedeckungen) abzunehmen, der seine Identifizierung beeinträchtigt oder andere Teilnehmer ablenkt.

5 : Elektronische Geräte und KommunikationModified 2024

  1. Den Spielern ist es nicht gestattet, am Tisch zu telefonieren. Klingeltöne, Musik, Bilder, Videos usw. müssen unhörbar sein und dürfen andere nicht stören. Diese und andere Geräte, Hilfsmittel, Fotos, Videos und Kommunikationsmittel dürfen nicht stören, das Spiel verzögern oder einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und unterliegen den Haus- und Spielregeln.
  2. Telefone und andere Geräte dürfen nicht auf dem Tisch liegen.
  3. Spieler mit aktiven Händen dürfen nicht mit elektronischen oder Kommunikationsgeräten interagieren oder diese bedienen. Die Definition solcher Geräte kann neue Technologien einschließen und muss vom TD aktualisiert werden.
  4. Wett-Apps, Diagramme und andere Pokerstrategie-Tools dürfen am Tisch nicht verwendet werden. Die Spieler dürfen auch keine Pokerstrategie-Daten von anderen Personen oder Quellen erhalten oder verwenden.
  • Verstöße gegen Regel 5 können mit Strafen nach Regel 71Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation belegt werden.
Siehe auch
Regel 71: Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation

6 : Offizielle Sprachen

Der Veranstalter veröffentlich und gibt deutlich die an den Tischen erlaubte(n) Sprache(n) bekannt.

Platzvergabe, Auflösen & Balancieren

7 : Zufällige korrekte Platzvergabe

Bei Turnieren und Qualifikationsturnieren werden die Sitzplätze zufällig zugewiesen. Ein Spieler, der auf einem falschen Sitzplatz mit dem korrekten Chip-Stack startet, wird auf seinen richtigen Sitzplatz mit seinem gegenwärtigen Stack umgesetzt.

8 : Ersatzspieler, späte Registrierungen und Re-Entries

  1. Ersatzspieler, Spieler, die sich später registrieren und wiedereintretende Spieler starten mit einem vollen Stack. Sie erhalten zufällig einen Tisch und einen Platz nach dem gleichen Ablauf und aus dem gleichen Platzkontigent, dass für neue Spieler zur Verfügung steht und bekommen direkt Karten ausgeteilt, außer sie sitzen zwischen Small Blind und Button.
  2. Ist es bei einem Re-Entry Event für einen Spieler erlaubt seine Chips aufzugeben und einen neuen Stack zu kaufen, werden die aufgegeben Chips aus dem Spiel genommen.

9 : Spezielle Bedürfnisse

Bei der Platzvergabe sollte, wenn möglich, Spielern mit Einschränkungen entgegengekommen werden.

10 : Neue Spieler und Spieler aufgelöster Tische

  1. Neue Spieler, die in das Turnier einsteigen und Spieler von aufgelösten Tischen können jeden Platz zugewiesen bekommen, inklusive Button, Small- und Big Blind. Sie erhalten direkt Karten, außer sie sitzen zwischen Small und Big Blind.
  2. Spielern von aufgelösten Tischen werden durch ein 2-stufiges Auswahlverfahren neue Tische und Plätze zugewiesen. (siehe Erläuterungen )
Siehe auch
Beispiel: Regel 10: Tische auflösen, 2-stufiges Auswahlverfahren.

11 : Tischausgleich (table balance) und das Spiel unterbrechen

  1. Um die Anzahl der Spieler auszugleichen, wird bei Flop- und mixed-games der Spieler, der als nächstes im Big Blind ist, an die schlechteste Position am neuen Tisch gesetzt. Wenn möglich auch als einzelner Big Blind, selbst wenn das bedeutet, dass der Platz an dem Tisch den Big Blind 2-mal in Folge hat. Die schlechteste Position ist niemals der Small-Blind. Bei reinen Stud-Spielen wechseln die Spieler nach Position (Der letzte Platz der frei wurde, am Tisch mit weniger Spielern, ist der Platz, der aufgefüllt wird).
  2. Bei mixed-games (z.B.: HORSE) wird, wenn das Spiel von Hold’em zu Stud wechselt, nach der letzten Hold’em-Hand der Button an die Position versetzt, als wäre die nächste Hand eine Hold’em-Hand und wird dort für die Dauer der Stud-Runde eingefroren. Der Spieler, der bei Stud versetzt wird, ist der Spieler der Big Blind wäre, wenn das Spiel in dieser Hand Hold’em wäre. Beim Wechsel zu Hold’em startet der Button dort, wo er eingefroren wurde.
  3. Der Tisch, von dem ein Spieler versetzt wird, wird durch ein vorgegebenes Verfahren festgelegt.
  4. Das Spiel wird an den Tischen angehalten, die durch Eliminierung 3 oder mehr Spieler weniger haben als der Tisch mit den meisten Spielern, sobald die Blinds betroffen sind (Siehe Erläuterungen ). Bei anderen Formaten wird das Spiel nach Ermessen der Turnierleitung angehalten (z.B. bei 6-Max oder Turbos) Die Turnierleitung kann veranlassen, das Spiel anzuhalten. Dieses Anhalten ist kein Misdeal.
    • Im Ermessen der Turnierleitung können, während das Turnier fortschreitet die Tische strenger ausbalanciert werden.
Siehe auch
Beispiel: Regel 11-D Tischausgleich (table balance) und das Spiel unterbrechen.

Pots / Showdown

12 : Erklärungen. Karten sprechen beim Showdown

Die Karten „sprechen“, um den Gewinner zu ermitteln. Mündliche Erklärungen zum Wert der Hand sind beim Showdown nicht verbindlich, aber absichtliches falsch Ansagen einer Hand kann bestraft werden.
Die Dealer sollten beim Showdown den Wert der Hände ermitteln und ansagen. Jeder Spieler, ob in der Hand oder nicht, sollte sich melden, wenn sie denken, dass beim Bewerten der Hände oder der Vergabe des Pots ein Fehler gemacht wurde.

13 : Aufdecken der Karten und töten der Gewinnerhand

  1. Ordnungsgemäßes Aufdecken ist sowohl
    1. Alle Karten offen auf den Tisch zu legen und
    2. Es dem Dealer und den Spielern zu ermöglichen die Hand klar zu bewerten. “Alle Karten” bedeutet beide Hole-Cards bei Hold’em, alle 4 Hole-Cards bei Omaha, alle 7 Karten bei 7-Stud, usw...
  2. Beim Showdown muss der Spieler seine Hand schützen, bis sie bewertet wurde (siehe auch Regel 65Versehentlich getötete / ungültige / aufgedeckte Hände). Wenn ein Spieler seine Karten nicht vollständig aufdeckt, danach diese im Glauben er habe gewonnen muckt, tut er dies auf eigene Gefahr. Wenn die Karten nicht zu 100% wiederauffindbar und identifizierbar sind und die Turnierleitung entscheidet, dass die Hand nicht eindeutig bewertet werden kann, so hat der Spieler keinen Anspruch auf den Pot.
    • Die Entscheidung der Turnierleitung, ob eine Hand ausreichend aufgedeckt wurde, ist endgültig.
  3. Der Dealer kann keine ordnungsgemäß aufgedeckte Hand für tot erklären die offensichtlich gewinnt.
Siehe auch
Regel 65: Versehentlich getötete / ungültige / aufgedeckte Hände

14 : Live-Karten beim Showdown

Verdecktes wegwerfen ungeöffneter Karten tötet sie nicht automatisch; Spieler können ihre Meinung ändern und ihre Karten aufdecken, solange sie zu 100% identifizierbar und wiederauffindbar sind. Karten sind vom Dealer getötet, wenn sie in den Muck geschoben oder auf andere Weise unauffindbar und nicht identifizierbar gemacht werden.

15 : Unregelmäßigkeiten beim Showdown und Karten wegwerfen

  1. Wenn ein Spieler nur eine Karte aufdeckt, die seine Hand zur Gewinnerhand macht, sollte der Dealer ihn anweisen alle Karten aufzudecken. Wenn er dies ablehnt, sollte der Floor gerufen werden.
  2. Wenn ein Spieler setzt und im Anschluss seine Karten wegwirft, im Glauben er hätte gewonnen (und dabei vergisst, dass noch ein anderer Spieler in der Hand ist), sollte der Dealer die Karten einbehalten und den Floor rufen (eine Ausnahme der Regel 58Nicht standardisierte Folds). Wenn die Karten vernichtet wurden und nicht wiederauffindbar und nicht mit 100-prozentiger Sicherheit identifizierbar sind, hat er keinen Anspruch auf Einsätze, die er gecallt hat. Wenn Karten vernichtet wurden und der Spieler eine Bet oder einen Raise gemacht hat, die noch nicht gecallt wurden, wird der unbezahlte Einsatz zurückgegeben.
Siehe auch
Regel 58: Nicht standardisierte Folds

16 : Aufdecken der Karten beim All-In

Alle Karten sollen ohne Verzögerung aufgedeckt werden, sobald ein Spieler All-In ist und sämtliche Aktionen der übrigen in der Hand verbliebenen Spieler abgeschlossen sind. Kein Spieler der All-In oder sämtliche Einsätze mitgegangen ist darf seine Hand passen, ohne sie aufzudecken. Jeweils alle Hände im “Main“ und “Sidepot(s)“ müssen aufgedeckt werden und sind noch im Spiel. (siehe Erläuterungen )
Siehe auch
Beispiel: Regel 16: Aufdecken der Karten beim All-In.

17 : Showdowns ohne All-Ins und Showdown Reihenfolge

  1. Wenn Karten beim Showdown ohne All-In nicht spontan aufgedeckt oder weggeworfen werden, kann die Turnierleitung eine Reihenfolge für das Aufdecken durchsetzen. Der Spieler, der die letzte aktive Aktion am River getätigt hat, muss zuerst aufdecken. Gab es keine Bet am River, muss der Spieler der als Erster agieren würde zuerst aufdecken (d.h. erster Platz im Uhrzeigersinn links vom Button in „Flop-Spielen“ high-hand bei Stud low-hand bei Razz usw.).
  2. Ein Showdown ohne All-in wird nicht ausgefochten, wenn alle bis auf einen Spieler ihre Hände wegwerfen, ohne sie aufzudecken. Der letzte Spieler mit “Live-Cards” gewinnt und braucht seine Karten nicht zeigen.

18 : Verlangen eine Hand zu sehen

  1. Spieler, die beim Showdown keine Karten mehr besitzen, oder ihre Karten verdeckt gepasst haben, verlieren jedes Recht eine der übrigen Hände zu sehen.
  2. Gab es einen Einsatz auf dem River, hat jeder Caller ein unveräußerliches Recht auf Verlangen die Hand des letzten Aggressors aufgedeckt zu bekommen („die Hand, die er bezahlt hat, um sie zu sehen“), vorausgesetzt der Caller ist noch im Besitz seiner Karten oder hat sie aufgedeckt.
    • Es liegt im Ermessen der Turnierleitung, wie alle weiteren Anfragen zu regeln sind, wie z.B. die Hand eines anderen Callers zu sehen oder wenn es keinen Einsatz auf den River gab.

    (siehe Erläuterungen (übernommen 2013))
Siehe auch
Beispiel: Regel 18: Verlangen eine Hand zu sehen.

19 : Das Board beim Showdown spielen

Um das Board zu spielen, müssen Spieler alle Hole-Cards aufdecken, um einen Teil vom Pot zu bekommen (siehe Regel 13-AAufdecken der Karten und töten der Gewinnerhand).
Siehe auch
Regel 13: Aufdecken der Karten und töten der Gewinnerhand

20 : Zuteilung ungerader Chips

Zuerst werden ungerade Chips in den kleinsten noch im Spiel befindlichen Nennwert gewechselt.
  1. Board Spiele mit zwei oder mehr High oder Low Händen: der ungerade Chip geht an den ersten Spieler links vom Button.
  2. Stud, Razz und bei zwei oder mehr High oder Low Händen bei Stud/8: der ungerade Chip geht an die höchste Karte nach Farbe der gewinnenden 5-Karten-Hand des Spielers.
  3. H/L Split: der ungerade Chip im Gesamtpot geht an die High-Seite.
  4. 2022 Gelöscht.

21 : Side Pots

Jeder Side Pot wird einzeln aufgeteilt.

22 : Umstrittene Hände und Pötte

Das Lesen einer aufgedeckten Hand kann angefochten werden, bis eine neue Hand beginnt (siehe Regel 23Neue Hand und Neue Limits). Fehler bei dem Berechnen oder Zuweisen des Pots können angefochten werden, bis in der nächsten Hand wesentliche Handlungen stattgefunden haben. Endet eine Hand während einer Pause, endet das Recht etwas anzufechten eine Minute nachdem der Pot zugeteilt wurde.
Siehe auch
Regel 23: Neue Hand und Neue Limits

Allgemeine Abläufe

23 : Neue Hand und Neue LimitsModified 2024

Ein neues Level beginnt mit der Ankündigung durch den Floor oder das Audiosignal der Turnieruhr. Das neue Level gilt ab der nächsten Hand. Hände beginnen mit dem ersten Riffle, dem Drücken des Shuffler-Buttons oder dem Ablösen des Dealers. Startet eine Hand fälschlicherweise mit einer vorherigen Blindstufe, wird diese mit der vorherigen Blindstufe weitergespielt, sollten wesentliche Handlungen stattgefunden haben (Regel 36Wesentliche Handlungen (WH)).
Beginnt während des Dealerwechsels ein neuer Level, gibt der neue Dealer eine Hand mit den vorherigen Blinds.
Siehe auch
Regel 36: Wesentliche Handlungen (WH)

24 : Chip Race, Geplante Color Ups

  1. Bei geplanten Color Ups werden Chips beginnend mit Platz 1 aus dem Spiel getauscht, wobei maximal 1 Chip pro Spieler gewonnen werden kann. Spieler können nicht beim Chip Race ausscheiden: verlieret ein Spieler seine(n) letzten Chip(s) beim Chip Race, bekommt er 1 Chip des niedrigsten noch im Spiel befindlichen Nennwertes.
  2. Die Spieler müssen ihre Chips vollständig sichtbar haben und es wird empfohlen, das Chip Race zu verfolgen.
  3. Sollte nach dem Chip Race ein Spieler noch Chips eines bereits entfernten Nennwertes besitzen, werden diese nur zu gleichem Wert auf noch verbliebene Nennwerte umgetauscht. Chips bereits entfernter Nennwerte, die man nicht mehr komplett in Chips des kleinsten noch im Spiel befindlichen Wertes tauschen kann, werden ersatzlos entfernt.

25 : Karten und Chips sichtbar, zählbar und leicht zu handhaben. Beliebige Color Ups

  1. Spieler, Dealer und der Floor sind berechtigt Chipstände vernünftig schätzen zu können; dazu sollten Chips in zählbaren Stacks aufbewahrt werden. Die TDA empfiehlt saubere senkrechte Stacks von je 20 Chips des gleichen Werts als Standard. Höherwertige Chips müssen zu jeder Zeit sichtbar und identifizierbar sein. Ist ein Floor nicht in der Lage einen Chipstack schnell abschätzen zu können, kann es ein Spieler wahrscheinlich auch nicht.
  2. ➜ Turnierdirektoren kontrollieren die Anzahl und Wertigkeiten der im Spiel befindlichen Chips und können nach ihrem Ermessen bei einem oder mehreren Spielern jederzeit Color Ups durchführen. Außerplanmäßige Color Ups müssen angekündigt werden.
  3. Spieler müssen ihre Karten zu jeder Zeit sichtbar lassen.

26 : Wechsel des Kartenspiels

Kartendecks werden bei Dealerwechsel, Levelwechsel oder nach Vorgaben des Veranstalters getauscht. Spieler dürfen kein Tausch des Decks verlangen.

27 : Re-Buys

Spieler dürfen keine Hand verpassen. Spieler, die vor der Hand die Absicht erklären ein Re-Buy zu tätigen, müssen eventuelle Einsätze nachzahlen.

28 : Rabbit Hunting

Rabbit Hunting (das Aufdecken von Karten, die gekommen wären, wenn die Hand noch nicht beendet wäre) ist nicht erlaubt.

29 : Time rufen

Spieler sollten rechtzeitig handeln, um ein angemessenes Spieltempo beizubehalten.
  • Ist nach Ansicht des TDs eine angemessene Zeit verstrichen, kann dieser Time rufen oder einer Time-Aufforderung eines beliebigen Spielers aus dem Turnier stattgeben.
Spieler müssen an ihren Plätzen sein, um Time verlangen zu dürfen (Regel 30Am Platz und Live-Hände). Ein Spieler, für den die Uhr läuft, hat bis zu 25 Sekunden plus einen 5 Sekunden Countdown Zeit um zu Handeln. Wenn der Spieler mit einer Bet konfrontiert ist und die Zeit abläuft, ist seine Hand Tot; gab es keine Bet, ist die Hand gecheckt. Im Zweifel wird für den Spieler entschieden.
  • TDs können die zum Handeln erlaubte Zeit anpassen und andere Schritte auswählen, die dem Spiel angepasst sind und so anhaltende Verzögerungen stoppen (siehe auch Regel 2Pflichten der Spieler und 70Verstöße gegen die Etikette).
Siehe auch
Regel 2: Pflichten der Spieler
Regel 30: Am Platz und Live-Hände
Regel 70: Verstöße gegen die Etikette

Spieler anwesend / berechtigt für eine Hand

30 : Am Platz und Live-Hände

Um eine Live-Hand zu haben, muss ein Spieler an seinem Platz sein(*), wenn allen Spielern die letzte Karte des Anfangsdeals ausgeteilt wurde. Spieler, die dann nicht an ihren Plätzen sind, dürfen sich ihre Karten nicht ansehen und werden sofort eingezogen. Ihre gesetzten Blinds und Ante gehen in den Pot und falls ein abwesender Spieler die Bring-In im Stud ausgeteilt bekommt, setzt er auch das Bring-In. Ein Spieler muss an seinem Platz sein, um nach Time verlangen zu dürfen (Regel 29Time rufen).
(*)„an seinem Platz“ Bedeutet in Reichweite seines Stuhls. Diese Regel beabsichtigt nicht die Spieler anzuregen, außerhalb ihres Platzes während einer Hand zu sein.

31 : Am Tisch mit noch bevorstehenden Aktionen

Spieler mit Händen, die noch im Spiel sind (das beinhaltet Spieler die All In, oder auf andere Weise fertig mit setzen sind) müssen für alle Setzrunden und den Showdown am Tisch bleiben. Den Tisch zu Verlassen ist unvereinbar mit dem Schützen der eigenen Hand und dem Verfolgen von Aktionen und kann bestraft werden.

Button / Blinds

32 : Toter Button

Turniere werden mit einem „totem“ Button gespielt.

33 : Vor Blinds ausweichen

Spieler die Absichtlich einen Blind verpassen werden mit einer Strafe belegt (siehe Regel 71-BVerwarnungen, Strafen und Disqualifikation).
Siehe auch
Regel 71: Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation

34 : Buttonplatzierung und -bewegungModified 2024

  1. Wird eine falsche Buttonplatzierung entdeckt bevor wesentliche Handlung (WH) eintritt, wird der Fehler korrigiert. Ist jedoch WH aufgetreten, wird das Spiel fortgesetzt. Beispiel: Ist der Button zweimal bewegt worden und WH treten auf, bleibt der Fehler bestehen. Der Button wird in der nächsten Hand nicht korrigiert. Alle Spieler haben die Verantwortung, die Platzierung des Button zu beobachten und sich zu melden, sollte ein Fehler aufgetreten sein (siehe Regel 2Pflichten der Spieler).
  2. Heads Up. Der Small Blind ist der Button, er bekommt die letzte Karte, agiert als erster vor dem Flop und als letztes in allen anderen Setzrunden. Zu Beginn des Heads Up muss der Button eventuell angepasst werden, um sicher zu stellen, dass kein Spieler zweimal hintereinander den Big Blind hat.
Siehe auch
Regel 2: Pflichten der Spieler

Dealing Regeln

35 : Misdeals und ungültige DecksModified 2024

  1. Misdeals schließen ein, sind aber nicht notwendigerweise darauf begrenzt:
    1. 2 oder mehr Karten lagen beim Anfangsdeal falsch herum im Deck;
    2. Die erste Karte wurde an den falschen Platz gegeben;
    3. Karten wurden an einen Platz ausgegeben der nicht in der Hand ist;
    4. Ein Platz der in der Hand ist hat keine Karten erhalten;
    5. Die falsche Anzahl an Karten wurde an irgendeinen Spieler ausgeteilt (außer Regel 37Button mit zu wenig Karten);
    6. Vor wesentlichen Handlungen wird eine nicht zum Spieltyp zugehörige Karte gefunden (Beispiel: Joker, 2-3-4-5 in Short Deck);
    7. In Flop Spielen, wenn entweder die erste oder zweite Karte offen ausgeteilt wird oder zwei Karten durch einen Fehler des Dealers aufgedeckt werden. Hausregeln gelten für Draw-Spiele (z.B. Lowball).
  2. Spieler können am Button maximal zwei aufeinanderfolgende Karten ausgeteilt bekommen (siehe auch Regel 37Button mit zu wenig Karten).
  3. Bei Misdeals ist das neue Austeilen der Hand eine exakte Wiederholung: der Button wird nicht verschoben, es nehmen keine neuen Spieler Platz und die Blindstufe bleibt gleich. Karten werden auch an Spieler ausgeteilt, die beim ursprünglichen Austeilen nicht an ihrem Platz waren und dürfen diese auch spielen (siehe Regel 30Am Platz und Live-Hände). Spieler, die gerade bestraft werden, erhalten auch Karten, werden aber anschließend getötet. Die originale und wiederholte Hand zählt für Spieler unter Strafe als eine Hand, nicht als zwei.
  4. Sobald wesentliche Handlungen stattgefunden haben (siehe Regel 36Wesentliche Handlungen (WH)), kann keine Hand mehr zum Misdeal erklärt werden, die Hand wird weitergespielt, es sei denn das Deck ist ungültig. Nicht zum Spiel zugehörige Karten, die nach wesentlichen Handlungen gefunden werden, werden wie Papierschnipsel behandelt (Ausnahme: ungültige Decks).
  5. Ungültige Decks. Wenn 2 oder mehr Karten mit der gleichen Farbe und dem gleichen Wert gefunden werden, ist das Deck ungültig. Andere Bedingungen ungültiger Decks können gemäß lokaler Spiel- und Hausregeln definiert sein. Wenn ein ungültiges Deck entdeckt wird, unabhängig von wesentlichen Handlungen, wird das Spiel gestoppt und alle Einsätze werden erstattet. Wenn eine Hand bereits beendet ist, endet das Recht eine Hand anzufechten aufgrund eines ungültigen Decks entsprechend Regel 22Umstrittene Hände und Pötte.
Siehe auch
Regel 22: Umstrittene Hände und Pötte
Regel 30: Am Platz und Live-Hände
Regel 36: Wesentliche Handlungen (WH)
Regel 37: Button mit zu wenig Karten

36 : Wesentliche Handlungen (WH)

Wesentliche Handlungen sind entweder
  1. Zwei beliebige Aktionen in der Reihe, von den mindestens eine Aktion Chips in den Pot bringt (z.B. zwei beliebige Aktionen, außer 2x Check oder 2x Fold) oder
  2. Jede Kombination aus 3 Handlungen in Reihe (Check, Bet, Raise, Call, Fold). Gesetzte Blinds zählen nicht als wesentliche Handlung (siehe Regel 35-DMisdeals und ungültige Decks und 53Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT))).
Siehe auch
Regel 35: Misdeals und ungültige Decks
Regel 53: Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT))

37 : Button mit zu wenig Karten

Ein Spieler, der am Button zu wenig Karten erhalten hat, soll das sofort melden. Fehlende Karten am Button sollten, wenn es für den Spieltyp zulässig ist, ersetzt werden, selbst wenn wesentliche Handlungen stattgefunden haben. Macht der Button jedoch mit einer Hand mit zu wenig Karten eine Aktion (durch Checken oder Folden), ist seine Hand tot.

38 : Burn-Karten nach wesentlichen Handlungen

Die Burn-Karte schützt das Kartendeck, sie „sichert nicht die Kartenreihenfolge“. Haben WH stattgefunden und eine Hand wird wegen der falschen Anzahl an Karten für tot erklärt, werden alle Karten der getöteten Hand gemuckt und es gilt die Zufälligkeit für das weitere Dealen (siehe auch RP- 14 Zufälligkeit). Das Kartendeck wird als normales Deck behandelt und nur eine Karte wird für jede folgende Setzrunde als Burn-Karte von dem Deck gelegt. (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Beispiel: Regel 38: Burn-Karten nach wesentlichen Handlungen.
RP-14: Zufälligkeit kann in besonderen Situationen angewendet werden

39 : Regelwidrige Flops und vorzeitig ausgeteilte Karten

  1. 4-Karten-Flops. Sollte der Flop aus vier statt drei Karten bestehen, aufgedeckt oder nicht und unabhängig davon, ob die mutmaßlich erste Karte bekannt ist, wird der Floor gerufen. Der Dealer mischt die vier Karten verdeckt und der Floor sucht eine der Karten, die als nächste Burn-Karte verwendet wird, zufällig aus.
  2. Wurde bei einem Flop mit drei Karten keine Burn-Karte gelegt, aufgedeckt oder nicht und unabhängig davon, ob die mutmaßlich erste Karte bekannt ist, und noch keine Aktion stattgefunden hat, werden die drei Karten verdeckt gemischt und eine wird als Burn-Karte ausgesucht. Der Flop besteht anschließend aus den restlichen zwei Karten plus die nächste Karte des Decks. Sollte eine beliebige Aktion (selbst ein Check) stattgefunden haben, wird das Spiel mit den anfänglichen drei Karten fortgesetzt. Für den Turn wird danach nur eine Burn-Karte verwendet.
  3. Für vorzeitig aufgedeckte Karten siehe empfohlene Verfahren RP-5.
  4. Erneutes Mischen während einer Hand. Um die Integrität des Spiels zu schützen, müssen die Karten jedes Mal, wenn das Deck während einer laufenden Hand neu gemischt wird, „Face-Down“ und nicht aufgedeckt gemischt werden. Beispiele zu vorzeitigen Karten (Regel 39 und RP-5), Kartendeck durcheinander (RP-4), extra Karten bei Draw oder Stud (RP-10-H), usw.
Siehe auch
Regel 39: Regelwidrige Flops und vorzeitig ausgeteilte Karten
RP-4: Kartenstapel durcheinander
RP-5: Vorzeitig ausgeteilte Karten
RP-10: Verfahren für das Austeilen von Stud-Turnieren
RP-14: Zufälligkeit kann in besonderen Situationen angewendet werden

Spiel: Bets und Raises

40 : Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips

  1. Einsätze werden durch verbale Ansagen und/oder durch Setzen von Chips getätigt. Sollte ein Spieler beides machen, definiert das, was als erstes passiert, den Einsatz. Geschieht beides gleichzeitig, hat eine klare und sinnvolle verbale Ansage Vorrang, andernfalls gelten die Chips.
    • In unklaren Situationen oder wenn Ansage und Chips sich widersprechen, wird der TD, basierend auf den Umständen und Regel Nr.1, die Höhe des Einsatzes festlegen (siehe Erläuterungen und Regel 57Nicht standardisiertes und unklares Setzverhalten).
  2. Mündliche Ansagen können allgemein („Call“, „Raise“), nur ein spezifischer Betrag („eintausend“) oder beides („raise eintausend“) sein.
  3. Für alle Setz-Regeln ist die Ansage eines spezifischen Betrags dasselbe wie das stille setzen eines gleichen Betrags. Bsp.: Die Ansage „zweihundert“ ist das gleiche, wie das stille Setzen von 200 Chips.
Siehe auch
Regel 1: Entscheidung des Floors
Regel 57: Nicht standardisiertes und unklares Setzverhalten
Beispiel: Regel 40-A: Methoden zu setzen, unklare oder widersprüchliche Einsätze.

41 : Methoden zu Callen

Übliche und akzeptable Arten zu Callen beinhaltet:
  1. „Call“ ansagen;
  2. Chips in Höhe eines Calls zu setzen;
  3. Stilles Setzen eines höherwertigen Chips; oder
  4. Stilles Setzen mehrerer Chips, die nach der Multi-Chip-Regel (Regel 45Setzen mehrere Chips) einem Call entsprechen.
Stilles Setzen von Chips, verhältnismäßig klein zur vorherigen Bet (Bsp.: Blinds 2k-4k. Spieler A setzt 50k, Spieler B legt still einen 1k Chip) ist kein Standard.
  • Davon wird dringend abgeraten, es ist strafbar und wird nach Ermessen der Turnierleitung interpretiert, inklusive als vollen Call gewertet zu werden.
Siehe auch
Regel 45: Setzen mehrere Chips

42 : Methoden zu Raisen

Bei No-Limit oder Pot-Limit muss ein Raise vorgenommen werden, indem:
  1. Der volle Betrag in einer Bewegung gesetzt wird;
  2. Der volle Betrag mündlich erklärt wird, bevor Chips gesetzt werden.
  • Es liegt in der Verantwortung der Spieler, ihre Absichten klarzumachen.
Notiz: Zwei-Bewegungs-Raises 2019 gelöscht.

43 : Raise Beträge

  1. Ein Raise muss mindestens gleich hoch sein, wie die größte vorherige vollständige Bet oder Raise der aktuellen Setzrunde. Ein Spieler der 50% oder mehr der größten vorherigen Bet erhöht, aber weniger als ein Minimum-Raise, muss einen vollen Minimum-Raise machen.
    Wenn es weniger als 50% sind, ist es ein Call, es sei denn ein Raise wurde angekündigt oder der Spieler ist All-In (Regel 45-BSetzen mehrere Chips). Das Ansagen eines Betrags oder das Legen des gleichen Chipbetrags wird gleichbehandelt (Regel 40-CMethoden zu setzen: Verbal und durch Chips). Bsp.: NLHE, die erste Bet beträgt 1.000, verbale Ansage „vierzehnhundert“ oder stilles Legen von 1.400 Chips sind beides Calls, außer ein Raise wurde vorher angesagt.
  2. Ohne weitere klarstellende Informationen, ist das Ansagen eines Raise und eines Betrags der Gesamteinsatz.

    Bsp.: Spieler A spielt 2.000, Spieler B sagt „Raise achttausend“. Der Gesamteinsatz beträgt 8.000.
Siehe auch
Regel 40: Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips
Regel 45: Setzen mehrere Chips
Beispiel: Regel 43: Raise Beträge.

44 : Setzen eines höherwertigen Chips (Overchips)

Nach einer Bet oder einem Blind, ist das Setzen eines einzelnen höherwertigen Chips (einschließlich deines letzten Chips) ein Call, wenn nicht vorher ein Raise angesagt wurde. Um mit einem höherwertigen Chip zu erhöhen, muss ein Raise angesagt werden, bevor der Chip die Tischoberfläche berührt. Wenn ein Raise angesagt aber kein Betrag genannt wird, gilt die Erhöhung mit dem maximal zulässigen Betrag für diesen Chip.
Gibt es keine vorherige Bet, gilt das stille Setzen eines höherwertigen Chips (ohne Ansage) als Maximum-Betrag für diesen Chip.

45 : Setzen mehrere Chips

  1. Wurde von einem Spieler ein Einsatz getätigt und ging keine Erhöhung oder All-In voraus, ist das Setzen mehrerer Chips ein Call (das beinhaltet auch das Setzen der letzten Chips), sollte jeder Chip benötigt werden, um zu bezahlen; z.B., wenn das Entfernen des kleinsten Chips weniger zurücklässt als den vollen Betrag zum Bezahlen.

    Beispiel 1: Spieler A legt 400, Spieler B erhöht auf 1.100 total (ein Raise um 700), Spieler C setzt ohne Ansage einen 500er und 1.000er Chip. Dies ist ein Call, da ein Entfernen des 500er Chip weniger als den Call-Betrag von 1.100 zurücklässt.

    Beispiel 2: NLHE 25-50. Spieler A spielt Post-Flop 1.050 und Spieler B setzt seine letzten Chips (zwei 1.000er). B bezahlt, es sei denn ein Raise oder All-In wird vorher angesagt.
  2. Wird nicht jeder Chip benötigt, um zu bezahlen, d.h. wenn durch das Entfernen eines der kleinsten Chips des Call-Betrags oder mehr übrigbleibt:
    1. Sollte der Spieler Chips übrighaben, regelt die 50%- Hürde nach Regel 43Raise Beträge den Einsatz.
    2. Eine Bet mit dem oder den letzten Chip(s) eines Spielers ist eine All-In-Bet unabhängig davon, ob die 50%-Hürde erreicht wird oder nicht (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Regel 43: Raise Beträge
Beispiel: Regel 45: Setzen mehrerer Chips.

46 : Chips älterer Einsätze, die noch nicht eingezogen wurden

  1. Um Verwirrung zu vermeiden, sollten Spieler mit noch nicht eingezogenen vorherigen Einsätzen, die mit einer Erhöhung konfrontiert sind, ihre Aktion ansagen, bevor sie Chips zum vorherigen Einsatz hinzufügen.
  2. Sind Spieler mit einem Raise konfrontiert, verpflichtet das klare zurückziehen eines Chips vorheriger Einsätze zu bezahlen oder zu erhöhen; Sie dürfen den oder die Chip(s) nicht wieder zurücklegen und passen.
  3. Sollten ohne Ansage neue Chips hinzugefügt werden und der Einsatz unklar für das Haus sein, gelten die Call- und Raise-Regeln 41-45 wie folgt:
    1. Sind vorherige Chips für einen Call nicht ausreichend UND entweder liegengelassen ODER vollständig zurückgezogen worden,
      • ist das Setzen eines höherwertigen Chips ein Call
      • mehrere neue Chips unterliegen der 50%-Regelung (Regel 43).
    2. Sind vorherige Chips teilweise zurückgezogen worden ODER vorherige Chips für einen Call ausreichend, ist der kombinierte Einsatz ein Raise, sollte die 50%-Hürde erreicht sein (Regel 43Raise Beträge und 45Setzen mehrere Chips), ist es weniger, ist es ein Call (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Regel 41: Methoden zu Callen
Regel 43: Raise Beträge
Regel 45: Setzen mehrere Chips
Beispiel: Regel 46: Chips älterer Einsätze, die noch nicht eingezogen wurden.

47 : Wiedereröffnung der Setzrunde

  1. No-Limit und Pot-Limit: Spieler, die bereits gehandelt haben und mit einem All-In (oder zunehmende mehrere kleine All-Ins) was weniger als eine volle Bet oder ein volles Raise entspricht, konfrontiert sind, ermöglicht es ihnen nicht erneut zu setzen oder zu erhöhen, wenn sie wieder an der Reihe sind. Sollten mehrere kleine All-Ins das Setzen wieder ermöglichen, ist das Minimum-Raise immer die letzte gültige Bet oder das letzte gültige Raise dieser Runde (siehe auch Regel 43Raise Beträge).
  2. Limit-Games: Es werden mindestens 50% einer vollen Bet oder eines vollen Raise benötigt, um das Setzen wieder zu ermöglichen (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Regel 43: Raise Beträge
Beispiel: Regel 47: Wiedereröffnung der Setzrunde.

48 : Anzahl der erlaubten Raises

Es gibt bei No-Limit und Pot-Limit keine Obergrenze für die Anzahl der Erhöhungen. Bei Limit- Varianten gibt es eine Begrenzung der Raises, auch bei Heads-Up, bis das Event auf 2 Spieler reduziert ist: es gilt das Haus-Limit.

49 : Akzeptierte Aktionen

Poker ist ein Spiel das ständig Aufmerksamkeit und fortlaufendes Beobachten erfordert. Es liegt in der Verantwortung des bezahlenden Spielers den korrekten Betrag eines Gegners vor dem Callen festzustellen, unabhängig davon, was von anderen gesagt wird. Sollte ein bezahlender Spieler verlangen nachzuzählen, aber falsche Informationen von Dealer oder Spieler erhalten, dann den Betrag setzen oder einen Call ansagen, hat der bezahlende Spieler die komplette korrekte Aktion akzeptiert und muss den richtigen Betrag oder All-In-Betrag begleichen. Wie in allen Situationen, kann Regel 1Entscheidung des Floors nach Ermessen des Turnierdirektors zur Anwendung kommen (siehe auch RP-12).
Siehe auch
RP-12: Dealer sollten Einsätze und Erhöhungen ansagen

50 : Der Reihe nach handeln

  1. Spieler müssen der Reihe nach verbal und/oder durch das Setzen von Chips handeln. Aktionen der Reihe nach sind verbindlich und gesetzte Chips verbleiben im Pot.
  2. Spieler müssen auf klare Einsätze warten, bevor sie handeln.

    Bsp.: NLHE, Spieler A sagt Raise (aber keinen Betrag) und Spieler B passt schnell. B sollte mit seiner Aktion warten, bis die Höhe des Raises von A klar ist.

51 : Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe

  1. Allgemeine mündliche Ansagen in Reihe (wie „Call“ oder „Raise“), verpflichtet den Spieler zur vollen gegenwertigen Aktion (siehe Erläuterung).
  2. Ein Spieler tätigt durch Ansagen oder Setzen einen unvollständigen Call von weniger als dem Call- Betrag, ohne zuerst „Call“ zu sagen. Ein unvollständiger Call ist zwangsläufig ein voller Call, wenn er in Reihe gemacht wurde, gegenüber:
    1. Jeder Bet im Heads-Up oder
    2. Der Eröffnung-Bet in jeder Runde mit mehreren Spielern in der Hand.
    • Andere Situationen liegen im Ermessen der Turnierleitung.
    Die Eröffnungs-Bet ist der erste Chip-Einsatz jeder Runde (kein Check); der gesetzte Big Blind ist in Blind-Spielen vor dem Flop die Eröffnungs-Bet der ersten Runde. All-In-Buttons verringern die Häufigkeit unvollständiger Calls (siehe RP-1). Diese Regel bestimmt, wann Spieler einen vollen Call machen müssen und wann sie nach Ermessen der Turnierleitung den Betrag des beabsichtigten unvollständigen Calls aufgeben und passen können (siehe Erläuterungen). Für zu niedrige Bets und Raises siehe Regel 52Fehlerhafte Bets, zu niedrige Bets oder Raises.
  3. Sollten zwei oder mehrere unvollständige Calls in Reihe passieren, geht das Spiel zum ersten Spieler mit unvollständigem Call zurück, der seine Bet nach Regel 51-B korrigieren muss.
    • Die Turnierleitung wird entscheiden, wie die Hände der verbleibenden Spieler auf Grundlage der Umstände zu behandeln sind.
Siehe auch
Regel 52: Fehlerhafte Bets, zu niedrige Bets oder Raises
Beispiel: Regel 51: Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe.
RP-1: All-In Buttons

52 : Fehlerhafte Bets, zu niedrige Bets oder Raises

  1. Bei Limit- und No-Limit-Varianten werden Einsätze und Erhöhungen überall innerhalb der aktuellen Setzrunde (am River jederzeit vor dem Showdown), die unter dem erlaubten Minimum- Betrag liegen korrigiert.

    Bsp.: NLHE 100-200. Auf dem Flop setzt Spieler A 600 und Spieler B erhöht auf 1.000 (ein um 200 zu niedriges Raise). Spieler C und D bezahlen, Spieler E passt und dann wird der Fehler bemerkt. Jederzeit bevor der Turn gelegt wird, werden die Einsätze für alle beteiligten Spieler auf 1.200 angehoben. Wurde der Turn gelegt, bleibt der Fehler bestehen. Für zu niedrige Calls siehe Regel 51Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe.
  2. Sollte ein Spieler bei Pot-Limit-Varianten basierend auf einer falschen Berechnung des Pots zu viel setzen (ein unerlaubter Einsatz), werden die Einsätze aller Spieler innerhalb der aktuellen Setzrunde
    • korrigiert. Wird der Pot zu niedrig berechnet, wird alles korrigiert, bis wesentliche Handlungen stattfinden (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Regel 51: Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe
Beispiel: Regel 52-B: Fehlerhafte Bets, Pot-Limit-Varianten.

53 : Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT))

  1. Jede Aktion außerhalb der Reihe (Check, Call oder Raise) wird zum richtigen Spieler zurückgesetzt, der an der Reihe ist. Die OOT-Handlung kann bestraft werden und ist verbindlich, wenn es keine verändernde Aktion bis zum OOT-Spieler gibt. Ein Check, Call oder Fold durch den richtigen Spieler zählt nicht als verändernde Aktion. Sollten verändernde Handlungen stattgefunden haben, ist die OOT-Aktion nicht verbindlich; jede Bet oder jedes Raise wird dem OOT-Spieler zurückgegeben, der dann wieder alle Optionen hat, Call, Raise oder Fold. Ein OOT-Fold ist verbindlich (siehe Erläuterungen ).
  2. Spieler, die durch eine OOT-Handlung übersprungen wurden, müssen ihr Recht zu handeln verteidigen. Hatte ein übersprungener Spieler eine angemessene Zeit zur Verfügung und er sich nicht meldet bevor wesentliche Handlungen (Regel 36Wesentliche Handlungen (WH)) außerhalb der Reihe nach ihm auftreten, sind die Aktionen verbindlich.
    • Die Aktion geht zurück und der Floor wird entscheiden wie die übersprungene Hand unter den gegebenen Umständen zu behandeln ist, einschließlich die Hand für tot zu erklären oder auf nicht-aggressive Aktionen zu beschränken (siehe Erläuterungen ).
Siehe auch
Regel 36: Wesentliche Handlungen (WH)
Beispiel: Regel 53-A Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT))
Beispiel: Regel 53-B Handlungen außerhalb der Reihe (Out Of Turn (OOT)).

54 : Potgröße und Pot-Limit-EinsätzeModified 2024

  1. Spieler sind nur bei Pot-Limit-Varianten berechtigt, die Höhe des Pots zu erfragen. Dealer zählen den Pot bei Limit- und No-Limit-Varianten nicht mit.
  2. Vor dem Flop hat ein alleiniger Big Blind oder ein zu geringer All-In-Blind keine Auswirkungen auf die Pot-Berechnung. Alle Pre-Flop-Pots und Re-Pot-Einsätze werden so behandelt, als lägen volle Blinds.

    Bsp. 1: PLO, Blinds 100-200, alleiniger Big Blind 200.

    Bsp. 2: Small Blind 100, Big Blind 100 (100 zu wenig). In beiden Beispielen beträgt die Pot-Limit-Bet für den ersten Spieler 700.
  3. Auf dem Flop richten sich die Einsätze nach der tatsächlichen Größe des Pots.
  4. Die Ansage „Ich setze Pot“ ist bei No-Limit-Varianten kein gültiger Einsatz, aber es verpflichtet den Spieler einen gültigen Einsatz zu tätigen (mindestens einen Mindesteinsatz) und kann mit einer Strafe belegt werden. Spieler, die mit einer Bet konfrontiert sind, müssen eine gültige Erhöhung vornehmen.
Siehe auch
RP-21: Ausbreiten des Pots

55 : Unzulässige Setz-Ansagen

Sagt ein Spieler, der nicht mit einer Bet konfrontiert ist:
  1. „Call“, ist es ein Check;
  2. „Raise“, muss er mindestens einen Mindesteinsatz leisten. Ein Spieler, der angesichts eines Einsatzes „Check“ sagt, kann mitgehen oder passen, aber nicht erhöhen.

56 : String Bets und RaisesModified 2024

String Bets und Raises sind nicht erlaubt. Solche Einsätze beinhalten mehrere Bewegungen, bei denen ein Spieler eine Bet abgibt und dann zu seinem Stack zurückkehrt, um weitere Chips für seine Bet zu holen.
Siehe auch
Regel 40: Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips
Regel 42: Methoden zu Raisen

57 : Nicht standardisiertes und unklares Setzverhalten

Spieler verwenden inoffizielle Begriffe und Gesten auf eigene Verantwortung. Diese können anders interpretiert werden, als vom Spieler beabsichtigt. Wenn ein Einsatz mehrere Bedeutungen haben kann, wird er als der höchste sinnvolle Betrag gewertet, der kleiner oder gleich der Potgröße(*) vor dem Einsatz ist.

Bsp.: NLHE Blinds 200-400, weniger als 5.000 im Pot, der Spieler sagt „ich setze fünf“. Liegt keine weitere Information vor, beträgt der Einsatz 500; beträgt der Pot 5.000 oder mehr, ist der Einsatz 5.000.
(*)Der Pot ist die Summe aller vorherigen Einsätze, inklusive aller Einsätze von Spielern, die noch nicht eingezogen worden (siehe Regel 2Pflichten der Spieler,3Offizielle Terminologie und Gesten,40Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips und 42Methoden zu Raisen).
Siehe auch
Regel 2: Pflichten der Spieler
Regel 3: Offizielle Terminologie und Gesten
Regel 40: Methoden zu setzen: Verbal und durch Chips
Regel 42: Methoden zu Raisen

58 : Nicht standardisierte Folds

Jedes getätigte Fold eines Spielers, z.B. er ist an der Reihe und es gab noch keinen Einsatz (bis zu ihm wurde gecheckt, oder er ist als erstes am Zug) oder er passt außerhalb der Reihe, ist ein verbindlicher Fold und kann bestraft werden (siehe auch Regel 15-BUnregelmäßigkeiten beim Showdown und Karten wegwerfen).
Siehe auch
Regel 15: Unregelmäßigkeiten beim Showdown und Karten wegwerfen

59 : Bedingte und vorzeitige Aussagen

  1. Bedingte Aussagen über künftige Aktionen sind kein Standard und es wird dringend davon abgeraten.
    • Nach Ermessen der Turnierleitung können sie verbindlich sein und/oder bestraft werden.

    Bsp.: „Wenn-Dann-Aussagen“ wie „Wenn du setzt, dann erhöhe ich“.
  2. Sagt Spieler A „Bet“ oder „Raise“ an und Spieler B geht mit, bevor der genaue Einsatz von A bekannt ist, ➜ entscheidet die Turnierleitung den Einsatz so, wie es der Situation am besten entspricht, einschließlich der Verpflichtung für B, einem beliebigen Betrag zu bezahlen.

60 : Zählung des Chip-Stacks eines Gegners

Spieler, Dealer und der Floor haben das Recht den Chip-Stack der gegnerischen Spieler vernünftig schätzen zu können (Regel 25Karten und Chips sichtbar, zählbar und leicht zu handhaben. Beliebige Color Ups). Ein Spieler kann nur dann eine genaue Zählung verlangen, wenn er mit einem All-In-Einsatz konfrontiert wird und an der Reihe ist. Der All-In-Spieler ist nicht verpflichtet zu zählen; auf Anfrage zählt der Dealer oder der Floor die Chips. Es gelten akzeptierte Aktionen (siehe Regel 49Akzeptierte Aktionen). Sichtbare und zählbare Chipstapel (Regel 25Karten und Chips sichtbar, zählbar und leicht zu handhaben. Beliebige Color Ups) verbessern die Zählbarkeit erheblich.
Siehe auch
Regel 25: Karten und Chips sichtbar, zählbar und leicht zu handhaben. Beliebige Color Ups
Regel 49: Akzeptierte Aktionen

61 : Höhere Einsätze in Erwartung von Wechselchips

Einsätze sollten nicht dafür benutzt werden, um Wechselchips zu erhalten. Mehr als den benötigten Betrag zu setzen, kann alle Spieler am Tisch verwirren. Alle Chips, die ohne Ansage gesetzt werden, laufen Gefahr, zum Einsatz gezählt zu werden.

Bsp.: Der Einsatz ist 325, Spieler A setzt ohne Ansage 525 (einen 500er und einen 25er), wobei er 200 Wechselchips erwartet. Dies ist eine Erhöhung auf 650, gemäß der Regel für das Setzen mehrerer Chips (Regel 45Setzen mehrere Chips).
Siehe auch
Regel 45: Setzen mehrere Chips

62 : All-In mit Chips die später gefunden werden

Geht Spieler A All-In und ein versteckter Chip wird, nachdem ein Spieler gecallt hat, gefunden,
  • bestimmt der Turnierdirektor, ob der Chip Teil der akzeptierten Aktion ist (Regel 49Akzeptierte Aktionen). Ist der Chip nicht Teil der Aktion, wird A nicht für den/die Chips(s) bezahlt, sollte er gewinnen. Verliert A, wird er oder sie nicht durch den/die Chip(s) gerettet und die Turnierleitung kann den/die Chip(s) dem gewinnenden Spieler zusprechen.
Siehe auch
Regel 49: Akzeptierte Aktionen

Spiel: Sonstiges

63 : Chips während des Transports nicht sichtbar

Spieler sollten Chips so halten und transportieren, dass sie sichtbar sind. Ein Spieler, der dies macht, verliert die Chips und kann disqualifiziert werden. Die eingebüßten Chips werden aus dem Spiel genommen. Die TDA empfiehlt dem Veranstalter bei Bedarf Racks oder Beutel für den Transport der Chips zur Verfügung zu stellen.

64 : Verlorene und wiedergefundene Chips

Verlorene und widergefundene Chips, deren Eigentümer nicht ermittelt werden können, werden aus dem Spiel genommen und dem Turnierinventar zurückgeführt.

65 : Versehentlich getötete / ungültige / aufgedeckte Hände

  1. Spieler müssen ihre Hände jederzeit schützen, auch beim Showdown, während auf die Auswertung der Hand gewartet wird. Zieht der Dealer eine Hand fälschlicherweise ein oder wird durch die Entscheidung der Turnierleitung eine Hand für ungültig erklärt und nicht mit 100- prozentiger Sicherheit identifizierbar ist, bekommt der Spieler weder seine Karten noch bereits bezahlte Beträge zurück. Sollte der Spieler eine Bet oder ein Raise getätigt haben, was nicht bezahlt wurde, wird der nicht mitgegangene Betrag zurückgegeben.
  2. Wurde eine Hand eingezogen, die identifiziert werden kann, bleibt sie im Spiel, ungeachtet dessen, ob irgendwelche Karten aufgedeckt wurden.

66 : Tote Hände und wergwerfen bei Stud-Varianten

Nimmt ein Spieler, der an der Reihe ist, bei Stud-Varianten die „Upcards“ auf, ist seine Hand tot. Richtiges wegwerfen beim Stud bedeutet, dass man alle offenen Karten umdreht und sie verdeckt nach vorne schiebt.

Etikette und Strafen

67 : Keine Offenlegung. Eine Hand pro Spieler

Spieler müssen andere Spieler zu jederzeit im Turnier schützen. Daher dürfen Spieler, ob in der Hand oder nicht, nicht: Über den Inhalt von Händen sprechen, die weggeworfen worden oder noch im Spiel sind,
  1. Zu keiner Zeit Ratschläge geben oder die Spielweise kritisieren,
  2. Eine Hand beurteilen, die noch nicht aufgedeckt wurde.
  3. Die Regel „Ein Spieler pro Hand“ ist aktiv. Diese Regel verbietet es unter anderem, das Zeigen einer Hand oder das Besprechen einer Strategie mit einem anderen Spieler, Berater oder Zuschauer.

68 : Aufdecken von Karten und richtiges wegwerfen

Das Aufdecken von Karten, bei denen noch nicht alle Aktionen abgeschlossen sind, einschließlich des aktuellen Spielers der als letztes handelt, kann zu einer Strafe führen, aber nicht zu einer toten Hand. Jede Strafe beginnt nach dem Ende der Hand. Beim Wegwerfen sollten die Karten niedrig nach vorn geschoben, nicht absichtlich aufgedeckt oder hochgeworfen werden (helicoptered) (siehe auch Regel 66Tote Hände und wergwerfen bei Stud-Varianten).
Siehe auch
Regel 66: Tote Hände und wergwerfen bei Stud-Varianten

69 : Ethisches Spiel

Poker ist ein individuelles Spiel. Softplay führt zu Strafen, was den Verlust von Chips und/oder Disqualifikation beinhalten kann. Chip-Dumping und andere Formen der Absprache führt zur Disqualifikation.

70 : Verstöße gegen die Etikette

Verstöße gegen die Etikette können wie in Regel 71Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation beschrieben, geahndet werden. Beispiele hierfür sind unter anderem:
  • Anhaltende Spielverzögerung,
  • Unnötiges Berühren eines anderen Spielers, seiner Karten oder seiner Chips,
  • Wiederholtes Handeln außer der Reihe,
  • Beibehalten schlechter Sichtbarkeit von Karten oder Chips,
  • Einsätze außerhalb der Reichweite des Dealers zu platzieren,
  • Beleidigendes Verhalten,
  • Schlechte Hygiene,
  • Und übermäßiges Gerede.
Siehe auch
Regel 71: Verwarnungen, Strafen und Disqualifikation

71 : Verwarnungen, Strafen und DisqualifikationModified 2024

  1. Zu den Sanktionsmöglichkeiten gehören unter anderem mündliche Verwarnungen, eine oder mehrere „auszusetzende Hände“ oder „auszusetzende Runden“ und Disqualifikationen. Für auszusetzende Runden verpasst der bestrafte Spieler eine Hand pro Spieler am Tisch (inklusive ihm oder ihr selbst) zum Zeitpunkt, als die Strafe ausgesprochen wurde, multipliziert mit der Anzahl der Strafrunden. Bei wiederholten Verstößen werden die Strafen verschärft. Spieler, die sich nicht am Tisch befinden oder mit einer Strafe belegt sind, können durch Setzen der Ante oder den Blinds aus dem Turnier ausscheiden.
  2. Eine Strafe kann für Verstöße gegen die Etikette (Regel 70Verstöße gegen die Etikette), Karten aufdecken obwohl noch Aktionen möglich sind, Karten werfen, gegen die Regel „Ein-Spieler-pro-Hand“, missbräuchliche Nutzung von Geräten und Strategiehilfsmittel, oder ähnliche Vorfälle verhängt werden. Strafen werden für Softplay, Beschimpfungen, störendes Verhalten, sich der Blinds entziehen oder Betrug verhängt. Das Durchchecken der alleinigen Nuts, sollte ein Spieler als letztes auf dem River dran sein, ist nicht automatisch ein Softplay-Verstoß;
    • basierend auf der Situation liegt es im Ermessen des Turnierdirektors.
  3. Spieler, die mit einer Strafe belegt sind, müssen sich vom Tisch entfernen. Karten werden an ihre Plätze verteil, ihre Blinds und Ante werden gesetzt, ihre Hände werden nach dem ersten Austeilen der Karten eingezogen und wenn sie die Stud Bring-In Karten ausgeteilt bekommen, müssen sie das Bring-In setzen.
  4. Chips eines disqualifizierten Spielers werden aus dem Spiel entfernt.
Siehe auch
Regel 5: Elektronische Geräte und Kommunikation
Regel 67: Keine Offenlegung. Eine Hand pro Spieler
Regel 70: Verstöße gegen die Etikette

2024 Empfohlene Vorgehensweisen

Bei den empfohlenen TDA-Verfahren handelt es sich um Vorschläge zur Reduzierung von Fehlern zur Verbesserung des Turnierablaufs. Sie können auch auf Situationen angewendet werden, in denen es zu viele Variationen gibt, um sie in einer universellen Regel zu behandeln. Die gerechteste Entscheidung in diesen Fällen erfordert möglicherweise die Anwendung mehrerer Regeln, die Bewertung aller Umstände und das Vertrauen auf Regel 1 als primären Leitfaden.

RP1 : All-In Buttons

All-In-Buttons zeigen deutlich an, dass ein Spieler „All-In“ ist. Der Dealer bewahrt die Buttons bei sich auf (nicht jeder Spieler). Sobald ein Spieler All-In ist, platziert der Dealer einen All-In-Button vor dem Spieler, so dass der Rest des Tisches ihn sehen kann.

RP2 : Von Heranholen der Einsätze wird abgeraten

Das routinemäßige Heranziehen von Chips während des Setzens und Erhöhens am Tisch ist ein schlechtes Dealer-Verhalten. Das Reduzieren der Stacks kann die Aktionen verändern, Verwirrung stiften und die Fehlerquote erhöhen. Nur der Spieler, der gerade an der Reihe ist, darf den Dealer fragen, Einsätze in den Pot zu bringen.

RP3 : Persönliches Eigentum

Die Tischoberfläche ist für die Verwaltung der Chipstapel, das Austeilen der Chips und das Setzen von Einsätzen vorgesehen. Am Tisch und in den Freiräumen um ihn herum sollten keine unwichtigen persönlichen Gegenstände für Unordnung sorgen. Jeder Cardroom sollte seine Richtlinien bezüglich der im Turnierbereich erlaubten Gegenstände deutlich aushängen.

RP4 : Kartenstapel durcheinander

Sind in einer laufenden Hand noch Karten zu verteilen und der Kartenstapel wird fallen gelassen oder es scheint, als wäre der Stapel durcheinander:
  1. Wenn möglich, sollte man zuerst versuchen den Originalstapel wiederherzustellen;
  2. Ist es nicht möglich, muss versucht werden, einen neuen Stapel zu erstellen. Dieser Stapel besteht nur aus Karten des vorherigen Staples (keine Muck- oder Burn- Karten). Er sollte neu gemischt und abgehoben werden. Das Spiel wird anschließend mit dem neuen Kartenstapel fortgeführt;
  3. Fällt der Stapel runter und ist mit den Muck- und/oder Burn-Karten vermischt, wird der Kartenstapel mit den Muck- und/oder Burn-Karten neu gemischt und abgehoben. Das Spiel wird anschließend mit dem neuen Stapel fortgeführt.

RP5 : Vorzeitig ausgeteilte Karten

Board- und Burn-Karten werden manchmal vorzeitig ausgeteilt, bevor die Aktionen der vorangegangenen Runde abgeschlossen ist. Die allgemeinen Verfahren für diese Situation sind:
  1. Vorzeitiger Flop: Lassen sie die Flop-Burn-Karte als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitigen Flop-Karten zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den Flop (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus.
  2. Eine vorzeitige Turn-Karte: Lassen sie die Burn-Karte des Turns als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitig aufgedeckte Turn-Karte zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den Turn (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus.
  3. Eine vorzeitige River-Karte: Lassen sie die River-Burn-Karte als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitig aufgedeckte River-Karte zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den River (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus.
  4. Vorzeitige Karte bei Stud: Die vorzeitige Karte wird in den Stapel zurückgelegt und der Stapel wird neu gemischt (siehe RP-17, neu mischen). Eine neue „Street“ wird aus dem neu gemischten Stapel ohne weitere Burn-Karte ausgeteilt.

RP6 : Effizientes Versetzen von Spielern

Das Umsetzen von Spielern, um Tische auszulösen oder auszubalancieren, sollte zügig erfolgen, um Blinds nicht zu verpassen oder das Spiel anderweitig zu verzögern. Wenn möglich, sollten die Spieler Racks für den Transport der Chips haben und ausreichend Chips gegen höherwertige ausgetauscht bekommen, damit sie nicht eine ungewöhnlich große Anzahl Chips tragen müssen (siehe Regel 10Neue Spieler und Spieler aufgelöster Tische, 11Tischausgleich (table balance) und das Spiel unterbrechen und 63Chips während des Transports nicht sichtbar).
Siehe auch
Regel 10: Neue Spieler und Spieler aufgelöster Tische
Regel 11: Tischausgleich (table balance) und das Spiel unterbrechen
Regel 63: Chips während des Transports nicht sichtbar

RP7 : Timing des Dealer-Wechsels

Die TDA empfiehlt, dass Dealer 90 Sekunden vor einer geplanten Pause oder einer Blind-Erhöhung mit dem Ablösen warten. Dadurch wird vermieden, dass die Zeit in entscheidenden Phasen des Spiels abläuft.

RP8 : Hand-für-Hand-Verfahren (H4H)Modified 2024

  1. Die Auszahlungsberechtigung beginnt mit der Ankündigung: „Nach Beendigung der aktuellen Hand bitte warten, wir spielen Hand für Hand“. Wenn in der laufenden Hand genügend Spieler ausscheiden, um ins Geld zu kommen, haben die ausgeschiedenen Spieler einen Anspruch auf einen Teil der Platzierung(en), die für die aktuelle Hand bezahlt wurde(n).

    Bsp.: NLHE-Turnier mit 50 bezahlten Plätzen. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe sind noch 52 Spieler übrig und während der laufenden Hand scheiden 3 Spieler aus. Alle 3 Spieler teilen sich die Auszahlung für den 50sten Platz.
  2. Während des H4H-Spiels werden maximal 3 Minuten pro Runde manuell von der Uhr abgezogen.
  3. Damit die Spieler den Zeitpunkt des Levelwechsels möglichst genau erkennen können, sollte die Uhr nach Möglichkeit pro Runde reduziert werden und nicht nach mehreren Händen im „Paket“.
  4. Die Blinds steigen weiterhin, wenn die Zeit mit einer Rate von 3 Minuten abläuft und ein neues Level erreicht wird.
  5. Die Spieler sind angehalten, aber nicht verpflichtet, während des H4H-Spiels sitzen zu bleiben.
  6. Im Falle eines All-Ins und Calls während H4H sollten die Karten aller Spieler in der Hand verdeckt bleiben. Die Dealer sollten keine weiteren Karten dealen, bis sie dazu aufgefordert werden.

RP9 : Anzahl der Spieler am Final Table

9- und 8-handed Events werden aus zwei Tischen mit jeweils fünf Spielern zu einem 9-handed Final Table zusammengelegt.
7- und 6-handed Events werden aus zwei Tischen mit jeweils vier Spielern zu einem 7-handed Final Table zusammengelegt.

RP10 : Verfahren für das Austeilen von Stud-Turnieren

  1. Eine verdeckte Karte, die bei der ersten Ausgabe aufgedeckt wird, ist die offene Karte des Spielers und die 3rd Street wird an diesen Spieler verdeckt ausgeteilt. Der Spieler kann das Bring-In sein.
  2. Eine Karte, die vom Dealer in der 7th Street aufgedeckt wurde, wird ersetzt, wenn noch Bet- Einsätze in dieser Hand möglich sind. Die 7th Street sollte auch dann verdeckt ausgeteilt werden, selbst wenn keine Bet-Aktion in der Hand mehr möglich ist und der/die Spieler in All-In Situationen nicht in der Gefahr sind zuerst aufzudecken.
  3. Die Karten eines Spielers, der sich bei der Kartenausgabe nicht an seinem Platz befindet (siehe Regel 30Am Platz und Live-Hände), werden gepasst. Auf der 4th Street werden keine Karten an eine Hand ausgeteilt, die nicht mehr im Spiel ist.
  4. Werden zwei oder mehrere übereinstimmende High-Hands bei Stud (oder Stud-8) oder Low- Hands bei Razz gezeigt, beginnt das Setzen bei der Hand mit der High-Card nach Farbe.
  5. Wenn ein Spieler, der die niedrigste Karte nach Farbe erhalten hat, mit der Ante bereits All-In ist, beginnt das Setzen links von ihm. Spieler mit Chips müssen mindestens das Bring-In setzen oder passen.
  6. Die Einsätze werden auf der 4th Street nicht verdoppelt, wenn ein Paar gezeigt wird.
  7. Für vorzeitig ausgeteilte Karten beim Stud siehe RP-5-D.
  8. 7th Street Verfahren bei zu kleinem Kartenstapel. Wenn vor dem Austeilen der 7th Street die Anzahl der Karten im aktuellen Kartendeck weniger als die „erforderliche Anzahl“ (Anzahl der verbleibenden Spieler + Burn-Karten + letzte Karte, die nicht ausgeteilt wird) ist, gehen Sie wie folgt vor:
    1. Kann die erforderliche Anzahl durch Hinzufügen der 3 vorherigen Burn-Karten (für die 4th, 5th und 6th Street) erreicht werden, wird der aktuelle Kartenstapel mit den 3 vorherigen Burn-Karten gemischt, um einen neuen Stapel zu erstellen. Der neue Stapel wird abgehoben, eine Burn-Karte gelegt und eine Karte an jeden Spieler ausgeteilt.
    2. Enthält der aktuelle Kartenstapel mindestens 3 Karten, aber durch das Hinzufügen der vorherigen Burn-Karten nicht die benötigte Anzahl erreicht wird, legt der Dealer die oberste Karte des aktuellen Stapels als Burn-Karte und teilt die nächste Karte als Gemeinschaftskarte in die Mitte des Tisches.
    3. Hat der aktuelle Kartenstapel weniger als 3 Karten, wird er mit den 3 vorherigen Burn-Karten zu einem Stapel gemischt, abgehoben und eine Burn-Karte gelegt. Die nächste Karte wird als Gemeinschaftskarte gelegt.
    4. Ist eine Gemeinschaftskarte im Spiel, ist der Spieler der als erstes auf der 6th Street an der Reihe ist, auch auf der 7th Street als erstes an der Reihe.
Siehe auch
Regel 30: Am Platz und Live-Hände
RP-5: Vorzeitig ausgeteilte Karten

RP11 : Ante-Formate und keine Ante-ReduzierungModified 2024

  • Wird eine Single-Player-Ante verwendet, wird das Big-Blind-Ante-Format (BBA) mit Big-Blind-First- Berechnung empfohlen.
  • Die Ante sollte im weiteren Verlauf eines Events nicht reduziert werden (einschließlich am Final Table).

RP12 : Dealer sollten Einsätze und Erhöhungen ansagen

Dealer sollten regelmäßig die Höhe von „nicht-All-In-Einsätzen“ ansagen, wenn am Tisch weitere Einsätze getätigt werden. All-In-Einsätze werden nur auf Anfrage des Spielers gezählt, der gerade an der Reihe ist. Akzeptierte Aktionen gelten weiterhin (Regel 49Akzeptierte Aktionen). Geplante und freiwillige Color-Ups verbessern die Zählbarkeit von Einsätzen.
Siehe auch
Regel 49: Akzeptierte Aktionen

RP13 : Dealer sollten Chips in Split-Pot-Spielen stapeln

Wenn möglich, sollten Dealer bei Split-Pot-Spielen die Chips regelmäßig stapeln. Das Stapeln der Chips sollte nicht die Sicht der Spieler verdecken oder das Spiel anderweitig stören.

RP14 : Zufälligkeit kann in besonderen Situationen angewendet werden

Für Fehlerbehebung, die nicht anderweitig in den TDA-Regeln und -Verfahren geregelt sind,
  • können Turnierdirektoren das Konzept der Zufälligkeit verwenden, um eine Lösung zu finden.

RP15 : Richtige Kommunikation des Turnierpersonals

  1. Gehende Dealer sollten kommende Dealer über relevante Informationen zum Tisch informieren. Beispiele dafür sind: Blind-Informationen, verwarnte oder bestrafte Spieler, störendes Verhalten.
  2. Der Dealer sollte den Floor über alle bestehenden und potenziellen Verstöße gegen Regel 2Pflichten der Spieler (Pflichten der Spieler) und Regel 70Verstöße gegen die Etikette (Etikette) informieren. Besonderes Augenmerk ist auf diskriminierendes oder beleidigendes Verhalten im Allgemeinen oder gegenüber bestimmten Spielern oder Mitarbeitern zu richten.
Siehe auch
Regel 2: Pflichten der Spieler
Regel 70: Verstöße gegen die Etikette

RP16 : Abwesende Spieler an einem aufgelösten Tisch

Ist ein Spieler während der Auflösung eines Tisches nicht anwesend, sollten seine Chips von einem Mitarbeiter an den neuen Tisch gebracht werden.

RP17 : Setzmethoden bei Draw-Turnieren

Limpen ist in allen Single-Draw-Spielen erlaubt.

RP18 : Reihenfolge bei Mixed-Games

Um Fehler zu vermeiden, dürfen in Mixed-Games-Turnieren (z.B. HORSE) Stud und Stud-8 nicht nacheinander gespielt werden.

RP19 : Spielverzögerung reduzieren

Das Casino sollte deutlich ankündigen, dass es Spielverzögerungen reduzieren will, damit die Spieler wissen, dass ein zügiges Spiel erwartet wird. Es wird empfohlen, dass jedes Casino kreative Methoden zur Verringerung von Spielverzögerung anwendet. Einige Methoden, die von TDA- Mitgliedern erfolgreich eingesetzt werden, sind unter anderem: -Zufällige Tischauflösungen anstelle einer vorbestimmten Reihenfolge, -Eine bestimmte Anzahl von Händen pro Level, Runde für Runde zu spielen oder softes H4H und -Das Hinzufügen einer „Shot-Clock“.

RP20 : Karten zum Mischen bereitNew 2024

Zu Beginn des Turniers oder am Ende einer Pause, innerhalb einer Minute vor Beginn oder Fortsetzung des Spiels, sollte der Floor ankündigen, dass die Dealer ihre Decks vorbereiten sollen.
Wenn mindestens 2 Spieler am Tisch sitzen, wäscht der Dealer die Karten und platziert sie so, dass sie zu Beginn des Levels gemischt werden können.

RP21 : Ausbreiten des PotsNew 2024

Der Pot wird nur bei Pot-Limit-Events mitgerechnet. Auf Wunsch kann der Pot ausgebreitet werden, um die Sichtbarkeit der Chips zu erhöhen. Siehe auch Regel 54Potgröße und Pot-Limit-Einsätze: Potgröße und Pot-Limit-Einsätze
Siehe auch
Regel 54: Potgröße und Pot-Limit-Einsätze

RP22 : Einsätze von nicht-konfessionellen Gegenständen (Bounty-Chips, Time-Chips usw.)New 2024

Gegenstände, die keinen Nennwert haben (Bounty-Chips, Time-Chips usw.), sollten eine andere Größe als die Standart-Spiel-Chips haben. Einsätze mit diesen Gegenständen werden gemäß den Hausregeln oder Regel 1Entscheidung des Floors ausgelegt und können nach Ermessen des Turnierdirektor als Call oder All-In gewertet werden.
Siehe auch
Regel 1: Entscheidung des Floors